Mittwoch, 26. September 2018

Gewalt kommt nicht in die Tüte

Von bedmin

Mit der fast schon traditionellen Tütenaktion beteiligt sich der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg am Internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November. Die berlinweite Öffentlichkeitskampagne, initiiert von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks und mehreren Anti-Gewaltprojekten, richtet sich gegen jede Form von Gewalt an Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2002 als Straftat definiert. Jede vierte Frau wird von ihrem Partner körperlich misshandelt, wie eine Studie im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ergeben hat. Jährlich fliehen ca. 40 000 Frauen in Deutschland vor ihren gewalttätigen Männern ins Frauenhaus.

Allein in Berlin wurden 2012 15.797 Delikte wegen häuslicher Gewalt verzeichne; im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg konnte eine Zunahme der Fälle von häuslicher Gewalt beobachtet werden (2005: 396 Fälle, 2012: 739 Fälle). Mit dem Ziel, das Schweigen über die – oft im privaten Raum stattfindende – Gewalt zu durchbrechen, gibt es seit 2004 die berlinweite Öffentlichkeitskampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte“, die von Kaisers-Tengelmann gesponsert wird.

So wird am 25. November der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Dr. Peters Beckers in verschiedenen Kaisers-Filialen Backwaren verkaufen, die in Tüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verpackt sind. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, die Anti-Gewaltprojekte sowie die Polizei und die Bezirksverordneten der Fraktionen werden Infomaterialien gegen Zwangsverheiratung und häusliche Gewalt verteilen. Damit will der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen und die Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren.

„Gewalt löst kein Problem, sondern Gewalt ist ein Problem. Wir müssen Menschen vor Gewalt schützen und alles tun, damit Gewaltausübung nicht stattfindet. Dazu gehört Aufklärung und auch die Ächtung vor Gewalt gegen Frauen,“ so Peter Beckers.

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