Donnerstag, 15. November 2018

Enttäuschung im Wrangelkiez

Von bedmin

Foto: Deokin

„Die Politik hat kein Interesse an unseren Problemen,“ lautet das resignierte Fazit der Einwohner des Kreuzberger Wrangelkiezes. Seit Monaten versuchen Anwohnerinitiativen immer wieder, auf die Veränderungen in ihrem Bezirk – Mietsteigerungen, Verdrängung von Geringverdienern aus dem Kiez, Touristenschwemme – aufmerksam zu machen. Die Grünen, die auch den Bezirksbürgermeister stellen, riefen unter dem Titel „Hilfe, die Touris kommen“ zu vielbesuchten Bürgerversammlungen auf. Das Medieninteresse war riesig, die Ergebnisse der Versammlungen gleich Null. Der Bezirk sei hilflos, betonte Bürgermeister Franz Schulz ein ums andere Mal.

 

Nachdem nun auch der dritte „Runde Tisch Wrangelkiez“ ohne greifbare Resultate zuende gegangen ist, trafen sich die Anwohner nochmals zu einem Informationsabend mit Vertretern der Initiative gegen steigende Mieten im Kiez und Joachim Oellerich von der Berliner Mietergemeinschaft. Über eines waren sich alle einig: von der Politik ist keine Hilfe zu erwarten. Und: „Egal wer nach dem 18. September in Berlin regiert, an der Wohnungspolitik wird sich nichts ändern.“

So wurden auch für die geplante Mieterdemo am 3. September alle Parteien explizit ausgeladen. Und manch einer dachte laut darüber nach, ob man das Recht nicht einfach in die eigenen Hände nehmen und die alte Berliner Hausbesetzertradition neu beleben sollte.

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