Freitag, 24. November 2017

Local Heros

Von bedmin

Wurden für ihr Engagement geehrt: Hugo Hoffmann, Muzaffer Topal, Irmela Mensah-Schramm, Neriman Tuncer und Ana Lichtwer mit Bürgermeister Franz Schulz und BVV-Vorsteherin Kristine Jaath.

Sie setzen sich ein gegen Nazis, für bezahlbare Mieten, Kunst und Kultur im Bezirk, und das alles ohne einen Cent dafür zu bekommen. Dafür konnten Hugo Hoffmann, Muzaffer Topal, Irmela Mensah-Schramm, Neriman Tuncer und Ana Lichtwer nun aus den Händen von Bürgermeister Franz Schulz die Bezirksmedaille für herausragendes ehrenamtliches Engagement entgegennehmen.

“Sie alle sind Vorbilder für viele Menschen in unserem Bezirk,” betonte Schulz. “Dieses noch mehr öffentlich zu machen ist Sinn und Zweck dieser Auszeichnung, denn ohne das Engagement der vielen Freiwilligen wäre Friedrichshain-Kreuzberg nicht der Bezirk, wo Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen ein Zuhause gefunden haben.”

Bei aller Freude über die Medaille machten die Ausgezeichneten aber auch deutlich, wie gefährdet dieser lebens- und liebenswerte Bezirk ist. Ana Lichtwer vom Berliner Büchertisch konstatierte rasante Veränderungen in der Bewohnerstruktur und sagte resigniert: “Wie viele meiner Bekannten werde auch ich bald in einen anderen Bezirk ziehen müssen Wir können uns Kreuzberg einfach nicht mehr leisten.” Und Neriman Tuncer, Mitbegründerin der Initiative Kotti & Co., deren kleines Protestcamp am südlichen Kottbusser Tor auf die steigenden Mieten im Herzen des Bezirks und die damit einhergehende soziale Verdrängung aufmerksam machen will, brachte es auf den Punkt: “Wie kann es sein, dass wir, die wir dazu beigetragen haben, dass Kreuzberg das wurde, was es ist, jetzt von hier vertrieben werden?”

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